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| | |-+  Auszug von Dr. Bernd Frederich über Neurodermitis
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Autor Thema: Auszug von Dr. Bernd Frederich über Neurodermitis  (Gelesen 1989 mal)
admin
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« am: 17. Februar 2008, 22:37:21 »

Asuzug aus der Website von Dr. Bernd Frederich:

Neurodermitis Patienten erlebe ich nun auf Kampf erzogen (sich durchsetzen, sich engagieren, Verantwortung tragen); aber auch einmal verlieren zu können ist ihnen verwehrt. Immer dann, wenn sie etwas tun sollten, müssten, was ihnen nicht passt, meldet sich der Juckreiz.

Aber auch die Angst, etwas falsch zu machen, kann Juckreiz auslösen; daher die Neigung von ND-Patienten zur Perfektion. Nun, woher kommen diese beiden Ängste, die für mich spezifisch für einen ND-Patienten sind:
Das klassische Elternhaus eines Neurodermitis Patienten erlebe ich folgendermaßen:
Beide Eltern sind sich in ihren Erziehungsvorstellungen uneinig: Der Vater verzeiht ungern Fehler; er liebt Präzision, Zuverlässigkeit und Ordnung. Die Mutter zeichnet sich durch Inkonsequenz aus. D.h., das Kind kann sich letztendlich immer durchsetzen, es erfährt so keine Grenzen und lernt so nicht, auch einmal zu verlieren, nachgeben zu müssen.

Andererseits lernt aber ein solches Kind früh Verantwortung zu tragen - da es kaum Grenzen gab, musste es selber draufkommen, was denn wie und wann zu tun ist und gelegentlich galt es auch sogar für die Mutter Verantwortung zu übernehmen. So habe ich gelernt, das tendenzielle Verhalten eines ND-Pat. mit den Worten zu umschreiben: "Wir tun ja viel für andere, aber man sollte es nicht von uns haben wollen ...!"


Link: http://www.neurodermitis-frederich.de/neurodermitis-erwachsene.htm

Dazu nur kurz: Ich erkenne mich hier auch wieder, ich musste früh Verantwortung übernehmen, hatt aber als Kind alle Freiheiten...

Und wie stehts bei euch?

LG Admin
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Bäume sind Gedichte, die die Erde in den Himmel schreibt. Wir fällen sie nieder und verwandeln sie in Papier, um unsere Leere zu dokumentieren. - [Khalil Gibran 1926]
Kis1976
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« Antworten #1 am: 04. Mrz 2008, 15:09:47 »

Hm, das mit Vater und Muttererziehung... ja kommt dem ganzen ähnlich, aber nicht zu sehr.
Die Grenzen wurden gemacht und das nicht von mir.  Sie wurden einfach vermittelt und wenn man sich daran hielt, gab es einen riesen Freiraum zum entfalten. Mein Vater war zu der Zeit Fernfahrer, der hätte sicher einiges strenger gemacht. Verwantwortung fuer die Mama musste ich auch nicht übernehmen.

Der letzte Satz

So habe ich gelernt, das tendenzielle Verhalten eines ND-Pat. mit den Worten zu umschreiben: "Wir tun ja viel für andere, aber man sollte es nicht von uns haben wollen ...!"

könnte von mir sein Lächelnd wobei ich mir nicht sicher bin, ob das so rüber kommt wie ich meine.

Verantwortung musste ich(habe mich entschieden) fuer meinen ersten Freund übernehmen, um ihn wieder, sagen wir mal auf einen gesllschaftlichen besseren Weg zu bringen. Das war dann schon mit 16 Jahren.

Und zum Thema "Verlieren", dass kann ich auch gut, ich will gar nicht immer die "Beste" sein.

Wenn ich mir das so recht überlege, triffft der Text wirklich nur knapp in manchen Punkten auf mich zu und wenn dann heute mehr, als damals zu Kindheitstagen.


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Aloe
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« Antworten #2 am: 04. Mrz 2008, 17:21:56 »

Wenn ichi mir das so durchlese, ist das ein eher gängiges Erziehungsbild - da müssten viel mehr Menschen Neurodermitis bekommen.

In den allermeisten Familien ist der Vater eher der, der konsequenter ist als die Mutter, die meistens ein wenig nachgibt, wo es für den Vater beinharte Regeln gibt.  Zwinkernd

Das ergibt sich schon aus der geschlechterspezifischen Eigenart: Männer halten mehr von Regeln und Hierarchien als Frauen, die sich lieber "durchschummeln".

Die Verknüpfung der Psyche mit dem Juckreiz, das kann ich allerdings bestätigen - ich leide nicht unter Neurodermitis, hatte aber mal längere Zeit mit einem Ekzem zu kämpfen, das gerade dann, wenn ich mich grade ärgerte, extrem zu jucken begonnen hatte. War zu beobachten, ging immer parallel.

Liebe Grüße
Aloe
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matriah
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« Antworten #3 am: 05. Mrz 2008, 08:57:30 »

Hallo Leute,

wenn ich den Text nur kurz oder kaum überdenke, erkenne ich mich als Kind gar nicht wieder. Ich bin in einem sehr, sehr strengen Elternhaus aufgewachsen. Da gab es keine Freiheiten. Ich würde es eher anders umschreiben. Das erste Kind meiner Eltern konnte seinen Lebensweg gar nicht antreten, das zweite war nach einer Pockenimpfung geistig behindert, da durfte mit mir, dem dritten, nichts, aber auch gar nichts schief gehen. Oder noch einmal kurz und prägnant: Zwei Hypochonder bekommen ein chronisch krankes Kind!
Allerdings Verantwortung tragen musste ich schon früh, für meinen Bruder beispielsweise. Der Standardsatz im Elternhaus war: Sei doch vernünftig! Gleich nach der Schule gründete ich Familie und hatte schon wieder die Verantwortung.
Ich wäre gerne perfekt, doch habe ich im Laufe der Zeit, durch drei Kinder, sehr an Lockerheit gewonnen. Vieles lässt sich nicht planen und kann so gar nicht perfekt werden.
Wie aloe schon sagte, da müssten viel mehr unter ND leiden, wenn nur das Kriterium ausschlaggebend wäre, was Dr. Frederich da nennt. Doch interessant ist der Gesichtspunkt dennoch.

Liebe Grüße
eure Heike

http://hometown.aol.de/learohse/Heike_S_Mayer.html
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admin
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« Antworten #4 am: 07. Mrz 2008, 20:11:24 »

Liebe Heike

Bei dir passt vielleicht, dass man in dich sehr hohe Erwartungen gesetzt hast, und du dadurch doch als Kind schon große Verantwortung verspürtest. Zwar nicht aus dem Grund einer übergroßen Freiheit aber eben dieser großen Erwartungshaltung...

Liebe Grüße dein Admin
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Björn
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« Antworten #5 am: 30. Oktober 2009, 07:04:19 »

Hallo allerseits,

ich habe auch schon seit langem mit Neurodermitis zu kämpfen. Ich habe eine Seite von Dr.Bernd Frederich gefunden auf der er in seinem Podcast Zusammenhänge dieser Krankheit erklärt und auch Lösungsansätze gibt. Paßt ja in diesen Beitrag. Schauts euch mal an. Ich fands sehr interessant und hilfreich.

http://www.arzt-podcast.de/

Gruss
Björn
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