Irgendwer muss ja mal anfangen, und das kann ja nur mal ich selber sein, da sonst ja noch keiner da ist

Also: Ich kriegte die Krankheit, als ich noch ein Winzling war, so um die 2 Monate alt. Man nannte und nennt es noch immer Milchschorf. Das war eine Kruste auf dem Kopf, die sich immer mal wieder abschälte.
Einige Monate später entwickelte sich dann ein klassisches atopisches Ekzem daraus, bei mir damals hauptsächlich in den Fuß- und Handbeugen und wenn es schlimmer wurde, griff es zuerst auf die Knie- und Armbeugen, das übergreifen auf andere Körperteile fand auch manchmal statt.
Ausnahmen waren in meiner Kindheit immer das Gesicht, Rücken und Bauch.
In ruhigen Zeiten stellte sich die Neurodermitis als etwas trockene Haut dar, die schuppte aber sonst nicht weiter störte. Wenn allerdings ein Schub kam, was damals relativ häufig passierte (so alle 4-8 Wochen ungefähr), dann röteten sich die entsprechenden Hautstellen, juckten unerträglich und veranlassten unweigerlich zu lustvollem Kratzen. Hier wurden als Mittel der Wahl damals Corticoide verschrieben, damals der einzig denkbare Weg, die Plage schnell wieder loszuwerden.
Zu dieser Zeit kam dann häufig auch noch Infektionen der Haut dazu... will heißen, alles eiterte lustig vor sich hin und Antibiotika Gaben wurden durchgeführt.
Während dieser Zeit war es nicht möglich, Kortison zu verabreichen, soll heißen das zog sich dann in die Länge.
Seit diesem Zeitpunkt habe ich die Krankheit immer gehabt, mit mehr oder weniger langen Unterbrechungen.
Die "Qualität" hat sich aber langsam verändert:
Mit der Zeit wurden die Zyklen, in denen ich einen Schub bekam länger, dafür wurde die Symptomatik zwischen den Schüben chronisch, soll heißen:
Heute bin ich bei einer Periode von 12-20 Wochen zwischen den Schüben angelangt, was an und für sich längere beschwerdefreie Zeiten beinhaltet, allerdings ist die Haut in der Zwischenzeit sehr trocken, spürbar empfindlich und hydrophob (bei häufigem Waschen kann es zu Einleitung eines Schubs kommen)
Außerdem hat sich das Gebiet der Ausbreitung immer mehr erweitert, heute ist praktisch kein Körperteil mehr ausgenommen, ich hatte das Ekzem bereits auf der Brust, am Rücken, am After und sogar (wenn auch in leichter Form) im Gesicht (über den Augen). Und dies immer zusätzlich zu den "Standardstellen" Fuss und Handbeugen.
Zu den versuchten Behandlungsmethoden mit wechselnden Erfolgen und Misserfolgen werde ich hier berichten:
http://neurodermitis.aeko.at/heilungschancen-therapien/0/So, das war ein sehr kurzer geraffter Abriss über meine persönliche Neurodermitis Symptomatik.
Ich würde mich freuen, wenn du auch über deine Krankheitsgeschichte / Symptomatik schreiben würdest, denn ich bin sehr interessiert am Vergleich mit meiner eigenen Problematik.
Liebe Grüße
Admin